Lob fürs Team - Kritik für den Chef | Bastis Leadership Lounge #2

Shownotes

Zwei Gäste, ein Name: Michael Herberger, Geschäftsführer der Popakademie, und Tobias Wrzesinski von den DFB-Stiftungen Sepp Herberger und Egidius Braun. Gemeinsam sprechen sie über das Erbe von Sepp Herberger, gute Führung im Sport und im Musikbusiness – und darüber, was es braucht, um wieder erfolgshungriger zu werden.

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00:00:00: Herzlich willkommen zur zweiten Folge von Bastis Leadership Lounge.

00:00:03: Heute habe ich zwei Gäste bei mir, die auf den ersten Blick gar nicht so

00:00:09: zusammengehören, die aus verschiedenen Welten kommen,

00:00:11: aber ein Name sie trotzdem verbindet:

00:00:15: Herberger

00:00:16: Bastis Leadership Lounge.

00:00:18: Klartext.

00:00:21: Auf der einen Seite Michael Herberger, Geschäftsführer der Popakademie

00:00:24: in Mannheim, Musikproduzent, Urgroß Neffe von Sepp Herberger

00:00:28: und auf der anderen Seite Tobias Wrzenski,

00:00:31: Geschäftsführer der DFB Stiftungen Sepp Herberger

00:00:34: und Egelilius Braun.

00:00:37: Schön, dass ihr beide da seid.

00:00:38: Herzlich willkommen im Rosengarten.

00:00:40: Und das ist natürlich an einem ganz besonderen Ort, nämlich

00:00:43: der Eva und Sepp Herberger lange bewusst.

00:00:47: Und bevor wir jetzt sogleich

00:00:49: so ein bisschen in Stalken reinkommen, habe ich so ein Fragespiel vorbereitet,

00:00:53: wo ihr ganz instinktiv und aus dem Bauch heraus einfach einen

00:00:58: der beiden genannten Begriffe

00:01:00: sozusagen erwähnen könnt und dürft gespannt, wie das im Duo klappt.

00:01:04: Das hatten wir bis jetzt noch nicht,

00:01:05: aber ihr werdet sehen, es ist sehr niederschwellig.

00:01:08: Der Tobi macht das bestimmt gut.

00:01:09: Bestimmt Fangen wir an Fußballplatz oder Bühne?

00:01:14: Platz.

00:01:16: Kommt auf die uhrzeit an.

00:01:19: Also morgens Fußballplatz und abends Bühne.

00:01:22: So, alles klar.

00:01:24: Bauchgefühl oder Akribie?

00:01:28: Sowohl als auch.

00:01:34: Unzulässig.

00:01:35: Die Frage, finde ich.

00:01:37: Das funktioniert nur zusammen.

00:01:38: Ich.

00:01:40: Jetzt kommen wir natürlich schon wieder ins Schwitzen.

00:01:42: Aber ich glaube, darum geht es ein Stück weit auch in den Podcast.

00:01:44: Also jemand, den wir, glaube ich, alle sehr schätzen, nämlich Albert

00:01:49: Einstein hat gesagt, der der Verstand darf nie leiten.

00:01:54: Ja, also dass wir und das verstehe ich unter Akribie

00:01:59: natürlich uns die Dinge anschauen, analysieren und bewerten ist das eine.

00:02:03: Aber ich glaube, ohne Intuition

00:02:07: durchs Leben zu kommen, ist ein Fehler.

00:02:10: Das ist eine interessante Ansatz.

00:02:11: Ich bin ja eher so der Bauchgefühl Mensch.

00:02:14: Aber es ist doch durchaus

00:02:15: manchmal sinnvoll, auch eine Nacht drüber zu schlafen

00:02:19: und einfach noch mal sich Sachen setzen zu lassen, bevor man los plappert

00:02:23: oder eine Entscheidung trifft.

00:02:24: Von daher ist was dran.

00:02:27: Udo Lattek oder Udo Lindenberg.

00:02:32: Einen

00:02:35: Lattek.

00:02:36: Hat, aber nie beim FCA eigentlich Trainer sein dürfen, oder?

00:02:41: Weil das hätte ich jetzt gesagt, dass du ihn deshalb ausschließt.

00:02:43: Aber kommen wir vielleicht noch zu reden oder singen?

00:02:47: Reden

00:02:49: Synchron Tipi Top.

00:02:51: 90 Minuten oder Elfmeterschießen?

00:02:53: 90 Minuten. Ganz klar.

00:02:56: Elfmeterschießen hatten wir gerade am Wochenende.

00:02:58: Ende wieder bei der Jugend.

00:03:00: Es kann auch dramatisch enden. Das stimmt durchaus.

00:03:02: Wobei wir als deutsche Mannschaft ja eigentlich immer

00:03:04: gar nicht so schlecht aussahen beim bis vor kurzem.

00:03:07: Genau, Bis vor kurzem ja.

00:03:10: Von daher sind wir jetzt hier und dürfen miteinander sprechen, Der Name

00:03:15: Herberger ist was, was mit Führung auch im Endeffekt zu tun hat.

00:03:20: Was verbindet ihr, wenn ihr den Namen Herberger hört?

00:03:25: Als erstes vielleicht auch so ein bisschen unter dem Kontext Trainer sein, leiten?

00:03:33: Du bist ja Experte.

00:03:36: In jedem Fall hohe Ansprüche

00:03:38: an sich selbst, hohe Ansprüche an andere. Und.

00:03:41: Ein hohes Maß an Menschlichkeit und Empathie.

00:03:45: Und Interesse.

00:03:48: Kannst du dich an ihn noch so auch.

00:03:51: Gar nicht also

00:03:54: sein?

00:03:55: Das Jahr seines Todes und mein Geburtsjahr, das

00:03:59: Da gibt es ja nur sechs Jahre Puffer dazwischen.

00:04:02: Das wäre jetzt auch etwas zu viel verlangt,

00:04:05: in meine tiefenpsychologische Untiefen der einzusteigen.

00:04:08: Also nein, kann ich nicht.

00:04:10: Wir haben uns wohl getroffen, so erzählt man sich in der Familie.

00:04:14: Aber

00:04:17: an die Elf,

00:04:17: seine Frau habe ich, die ja bis 89 noch gelebt hat, habe ich noch sehr,

00:04:21: sehr gute Erinnerungen, weil wir, mein Opa und ich da auch

00:04:24: regelmäßig hingefahren sind. Aber an ihn leider nicht.

00:04:28: Und du, Tobias, beschäftigst dich natürlich mit ihm als Person

00:04:31: und natürlich durch die Stiftungsarbeit dann ja noch mal intensiver,

00:04:35: gerade in seinem beruflichen Werden.

00:04:37: Du hast eben gesagt, also,

00:04:38: dass er sicherlich auch akribisch die Sachen analysiert hat, vorbereitet

00:04:43: hat, aber das Wort Menschlichkeit ist ja auch gefallen.

00:04:46: Würdest du sagen, es war wirklich genau die Mischung, die wir gerade eben

00:04:50: bei dem zwei Wortspiel schon hatten, dass die Mischung stimmen muss?

00:04:53: Und wie war es bei ihm verteilt?

00:04:54: War er eher der harte Hund oder hat dann immer nur die

00:04:58: das Zuckerbrot rausgeholt, wenn es sein muss?

00:05:00: Oder war das eine philosophische Sache, die er wirklich bei sich in der Führung

00:05:04: mit drin hatte?

00:05:05: Also zunächst.,

00:05:06: er. Hat über sich selbst gesagt Ich war ein Besessener.

00:05:09: Das bringt es. Auf den Punkt.

00:05:11: Das meinte ich auch mit hoher Ansprüche an sich selbst. Aber.

00:05:14: Auch hohe Ansprüche an andere.

00:05:15: Und ich glaube, nach allem, was ich gehört habe, aus persönlichen Gesprächen,

00:05:19: auch aus.

00:05:20: Dem, was. Ich gelesen habe.

00:05:21: Und ich habe sehr viel gelesen.

00:05:23: Er hat eine ganz gute Mischung hingekriegt zwischen Zuckerbrot und Peitsche.

00:05:27: Er war.

00:05:29: sehr nah bei den Spielern, er ist ihnen aber auch wenn es sein musste,

00:05:32: auf die Pelle gerückt und hat so ein bisschen auch gekitzelt.

00:05:36: Und andererseits, und das zeigt auch die Vielzahl an Briefen,

00:05:41: die er mit den Spielern ausgetauscht hat, aber nicht nur.

00:05:45: Mit den Spielern.

00:05:46: Sein hohes menschliches Interesse, die Frage Wie geht es dir?

00:05:50: Was kann ich für dich tun?

00:05:51: Das hat ihnen sehr umgetrieben.

00:05:53: Regelmäßig, nicht nur zu besonderen eignissen, Geburtstagen

00:05:57: oder anderen Festtagen im Jahr oder auch dem später, dem Jubiläum stag.

00:06:01: Das Wunder von Bernd.

00:06:02: Auch zu diesem Anlass hat der jedes Jahr die

00:06:04: Korrespondenz mit seinen Spielern geführt.

00:06:06: Er hat aber auch

00:06:06: während den während des Zweiten Weltkriegs in der Korrespondenz

00:06:10: auf die Spieler gesetzt

00:06:11: und hat sich erkundigt, wo sie sind und hat auch über seine Kontakte

00:06:15: auch dafür Sorge getragen, dass die Spieler auch, sofern

00:06:19: das möglich waren, nicht an die Front

00:06:20: kamen, sondern auch andernorts eingesetzt wurden als Soldaten.

00:06:24: Es gilt insbesondere für Fritz Walter.

00:06:26: Und er hat auch posthum dafür gesorgt, dass es seinen Spielern gut geht.

00:06:30: Herberger hat sehr dezidiert in seinem Testament verfügt,

00:06:33: welcher Spieler zu welchem Anlass welches Geschenk erhalten soll.

00:06:38: Und Fritz Walter war tatsächlich da, immer noch ein bisschen weiter vorne.

00:06:42: Er hat dann alle gedacht, es waren übertragenen Sinne seine Kinder.

00:06:47: Und ich glaube, man tut ihm nicht unrecht und den Spielern auch nicht, wenn man da

00:06:51: auch auf die Erziehung abstellt.

00:06:55: Er hatte einerseits auch offensichtlich das Interesse, sie besser zu machen,

00:06:59: ihnen auch Ratschläge zu geben und andererseits hatte er auch das

00:07:04: Bedürfnis, ihnen, wann immer das nötig war, etwas Gutes zu tun.

00:07:08: Also wenn man dich so reden hört, man sich ja ganz ehrlich

00:07:10: sagen, ist das schon so ein Idealtyp von Führung?

00:07:13: Weil auf der einen Seite, wenn ich jetzt an mich denke, mein Credo ist es auch,

00:07:17: diese Persönlichkeit beizubehalten, dass man auch nachfragt.

00:07:22: Erstens, wie es einem geht, zweitens wie die Belastungssituation ist.

00:07:25: Und auf der anderen Seite will man

00:07:27: natürlich auch eine gewisse Art und Weise dieses Besessenheit, diese

00:07:30: diese nach vorne gehen auch mitkriegen und die Leute auch mitreißen.

00:07:33: Ist das was, wo du auch für dich sagen würdest mir,

00:07:38: du bist auch in deiner Musikwelt besessen gewesen.

00:07:41: Und wie führt man eine Popakademie?

00:07:43: Oder wie führt man im Zweifel auch eine Band, die ja auch einen gewissen,

00:07:48: sagen wir mal, menschlichen

00:07:51: Surrounding tatsächlich auch noch mitbringt?

00:07:54: Also ich kenne das Zitat, da gibt es ja auch ein schönes Bildband

00:07:57: mit der entsprechenden Überschrift von ihm,

00:08:00: in dem er dann sagt Ich war ein Besessener.

00:08:03: Mir gefällt der Terminus nicht so gut.

00:08:05: Ich glaube, dass man ohne.

00:08:09: An bzw über die eigenen Grenzen

00:08:14: zu gehen in im Engagement

00:08:19: auch nicht dementsprechend nicht viel erreichen kann.

00:08:22: Also ich glaube, dass es wichtig ist,

00:08:26: weil der Erfolg einem nicht von alleine zufliegt, dass man ihn sicher arbeitet.

00:08:31: Ich glaube, das ist auch gut für die eigene Persönlichkeit.

00:08:34: Insofern ja, also.

00:08:38: so vor allen Dingen zwischen 20 und 35, bevor.

00:08:43: Mein erster Sohn auf die Welt kam, würde ich sagen.

00:08:48: Also würde meine Frau mir sicherlich zustimmen,

00:08:52: habe ich schon sehr viel gearbeitet und es war,

00:08:57: das muss ich mir auch nicht abbringen, sondern das kam aus einer

00:09:00: großen intrinsischen Motivation heraus,

00:09:02: weil ich wirklich was erreichen wollte und es war mir wichtig.

00:09:05: Ich finde es schwierig natürlich, da ein Stück weit

00:09:09: da auch trotzdem eine Balance zu finden,

00:09:11: auch den Absprung wieder zu schaffen, weil das kann man auch nicht bis zum

00:09:16: Nimmerleinstag durchziehen.

00:09:18: Irgendwann muss man da auch.

00:09:20: Kommen.

00:09:22: Wir nicht mit Work Life Balance, aber man muss zumindest mal ein Niveau

00:09:27: finden, was auf die Dauer auch gesund ist und tragbar ist.

00:09:29: Vor allen Dingen dann auch, wenn man Familie hat.

00:09:31: Da gehört glaube ich auch viel Disziplin dazu, viel Selbstreflexion

00:09:36: und ein Stück weit hat alles seine Zeit.

00:09:40: Insofern ja gerade in der Zeit, in dem man eben

00:09:45: in der Regel noch keine Familie hat

00:09:46: und der man einfach auch sich selbst was aufbaut für die Zukunft.

00:09:50: In dem jetzt schon angesprochenen Alter, denke ich, ist es total wichtig,

00:09:54: dass man sich engagiert, wenn man wirklich erfolgreich sein will.

00:09:59: Aber ich sehe da hinter auch immer

00:10:02: die Gefahr, sich ein Stück weit dann nur noch durch die Arbeit zu definieren.

00:10:08: Sehe ich auch an vielen Personen.

00:10:10: Dann dreht sich alles nur noch um die Arbeit.

00:10:12: und das wird natürlich dann auch schwierig.

00:10:15: Deswegen gefällt mir auch der Begriff Spinner Besessener nur so mäßig.

00:10:20: Also zumindest mal.

00:10:22: Würde ich mich aber auch

00:10:23: genauso sehen, Wenn ich in der Definition besessen,

00:10:27: dann tatsächlich positiv, enthusiastisch und für die Sache

00:10:31: brennend, würde ich sagen.

00:10:33: Darauf könnte ich mich auch einigen.

00:10:35: Aber du sprichst eines an mit Wir sind jetzt alle drei Väter

00:10:39: und Ähnliches Alter ein bisschen unterschiedlich.

00:10:42: Du bist ein Stückchen weiter als wir beide, hast ein bisschen Vorsprung.

00:10:45: Genau.

00:10:46: Und ich glaube, wenn man meine Frau fragen würde, würde die auch sagen okay,

00:10:50: da wo die Jungs noch nicht da waren, da war es tatsächlich fast gar nicht da.

00:10:54: Aber in unseren Jobs ist es ja jetzt auch immer noch nicht so,

00:10:57: die Kinder da sind, dass wir einen Job haben, der

00:11:01: 4:00 heißt, Griffel fallen lassen und dann ist Ende

00:11:04: und das Wochenende ist komplett ohne Arbeit.

00:11:05: Es ist ja schon

00:11:06: auch in unserem Berufsunfähig

00:11:07: ein Thema, wo wir Familie und diese zeitlichen Punkte zusammenführen können.

00:11:11: Ist das was, was ihr gut hinbekommt oder wo ihr sagt,

00:11:15: da gibt es noch Optimierungsbedarf und wenn ja, was kann ich lernen?

00:11:23: Nein.

00:11:25: Also ehrlicherweise,

00:11:27: ich merke manchmal gar nicht, dass ich arbeite, weil ich ja

00:11:30: das Privileg habe, das, was ich sehr gerne mag, schon seit frühester

00:11:33: Kindheit sehr gerne mag, den Fußball zu meinem Beruf machen durfte.

00:11:36: Und das ist auch das Glück mit den Kindern,

00:11:39: dass sie manchmal auch gar nicht merken, dass der Papa arbeitet.

00:11:42: Sie kommen einfach mit und sind mit Fußball zu tun.

00:11:45: Das finden sie gut So und gleichermaßen achte ich auch darauf, dass wir

00:11:50: es nicht übertreiben, sondern tatsächlich auch die Bereiche voneinander trennen.

00:11:53: Denn das eine ist eben der Beruf und das andere ist das Privatleben.

00:11:57: Und zu sehr ineinandergreifen sollte es dann auch nicht.

00:12:01: Ich bilde mir ein, dass die Balance nicht immer, aber oft ganz gut.

00:12:06: Die Jungs kennen sich hier im Rosengarten auch manchmal besser aus als vielleicht

00:12:09: eher ein oder andere mit dabei.

00:12:11: Er ist kurz da, ist aber fühlen sich hier auch wohl und zu Hause.

00:12:15: Aber du hast recht.

00:12:16: Also es wäre

00:12:17: schon vermessen, wenn man sagen würde, das darf man dann da übergehen.

00:12:21: Da gibt es schon Grenzen, die durchaus einzuhalten sind.

00:12:24: Ist es bei dir auch so, wo du sagst, dass deine Jungs einfach Lust haben,

00:12:28: bei Studioaufnahmen mit dabei zu sein oder gar nicht?

00:12:31: Waren Sie mit auf Tour? Nee,

00:12:35: Nee, Ja, also

00:12:36: in Teilen ist es bei mir ähnlich.

00:12:41: Ich glaube also, so wie ich euch einschätze oder so, wie ich euch kenne.

00:12:45: Und das ist auch ein riesen Privileg.

00:12:48: Ich war ja über 20 Jahre selbstständig.

00:12:51: Ich konnte mir meine Zeit komplett selbst einteilen.

00:12:54: Jetzt als Geschäftsführer

00:12:55: habe ich ja auch keine festgelegten Arbeitszeiten mit allem,

00:12:59: auch Problematischen, was dazugehört, weil dann die Arbeit

00:13:03: wird ja trotzdem nicht weniger.

00:13:05: Und da muss man halt immer genau gucken, wann geht es, man geht es nicht.

00:13:08: Aber das, finde ich, ist auch extrem wichtig,

00:13:13: weil man sich dann auch die Zeit nehmen kann.

00:13:17: Ich muss für die Familie, wenn es Priorität hat

00:13:21: und dann muss man

00:13:22: eben auch in den sauren Apfel beißen und dann halt mal nachts oder frühmorgens

00:13:26: oder am Wochenende oder wann er immer arbeiten.

00:13:28: Aber das war mir vor allen Dingen

00:13:30: auch bei dem Jobwechsel sehr wichtig, dass mir meine Zeit selbst einteilen kann.

00:13:34: Und nur so funktioniert das glaube ich,

00:13:35: wenn man eben keinen 40 Stunden Job hat, sondern deutlich mehr,

00:13:38: wenn man zumindest mal mit der mehr Zeit, die man hat, auch so flexibel umgehen

00:13:42: kann, dass man mit etwas Erfahrung.

00:13:45: Weil mir das auch nicht immer gelungen, gebe ich in den letzten 101520 Jahren.

00:13:50: Aber ich glaube, ich bin dann doch schon besser geworden im Priorisieren.

00:13:55: Aber wenn man dann eben die Fixe, die Flexibilität hat.

00:13:59: Ist es möglich.

00:14:02: Ja, also ich kann das

00:14:04: nur bestätigen, dass diese Flexibilität in unseren Führungs

00:14:08: jobs, die uns ja gegeben wird, um mehr als gewöhnlich zu arbeiten,

00:14:12: auch das eine oder andere ermöglicht.

00:14:14: Ich bin ja noch Trainer von meinem Kleinen bei der Jugend, die gehen um 16:30.

00:14:19: Das ist jetzt bald, hoffentlich um 17:00.

00:14:21: Das entschleunigt ein bisschen was.

00:14:22: Aber das ist natürlich

00:14:23: auch nur dann möglich, wenn man wirklich auch dann sagt okay.

00:14:26: Danach kann ich mich noch mal hinsetzen und mache dann halt noch mal Emails,

00:14:29: dann noch mal später.

00:14:31: Also kann der Sport tatsächlich da

00:14:33: ja auch dann noch sogar helfen, eine gewisse Entschleunigung zu bekommen.

00:14:37: Und wenn wir wieder zurück zum Sport

00:14:40: kommen, muss man wissen Der Tobias und ich kennen uns eigentlich

00:14:44: aus dem Bereich Sport, denn als ich noch aktiver war

00:14:47: und der Tobias so richtig noch mit der richtigen Schiedsrichterausrüstung

00:14:53: auf den Plätzen stand, hat er das eine oder andere Mal mich gepfiffen.

00:14:56: Und ich habe ihn immer als sehr besonnenen und ruhigen Menschen wahrgenommen.

00:15:00: Das war der Spieler.

00:15:01: Fiedler Nicht immer.

00:15:02: Von daher konnte ich durchaus auch ein Hitzkopf sein.

00:15:06: Aber ist diese besonnene und sagen wir mal ruhige Art

00:15:10: auch was, was du mit in dem Berufsleben mitgenommen hast?

00:15:12: Auch wenn es ein Stresssituationen sind,

00:15:14: wo du dann sagst okay, ich bin da abgeklärter.

00:15:17: Sind das vielleicht Sachen,

00:15:18: die wir vom Sport dann auch lernen können für unser Berufsleben?

00:15:22: Also grundsätzlich kann man vom Sport, glaube ich, eine ganze Menge fürs.

00:15:25: Berufsleben lernen und kann auch manches übertragen.

00:15:29: Übrigens auch vom Beruf in den Sport.

00:15:32: Aus meiner

00:15:33: Schiedsrichtertätigkeit habe ich tatsächlich so manches mitgenommen.

00:15:37: Wenn du sagst, Ich.

00:15:37: Bin ruhig und besonnen, freut mich, dass.

00:15:40: Hattest du einen anderen Eindruck?

00:15:41: Weiß ich nicht.

00:15:42: Aber das ist natürlich Auch. Die Rolle.

00:15:44: Es hat niemand was. Von.

00:15:46: Wenn man auf. Dem Platz Hektik verbreitet.

00:15:48: Das hat die Spieler nichts davon, wenn es der Schiedsrichter tut.

00:15:51: Und umgekehrt hat der Schiedsrichter auch nichts von, wenn es die Spieler tun.

00:15:54: Das heißt, Ruhe und Besonnenheit ist grundsätzlich erst mal nicht schlecht

00:15:58: und den Fokus auch nicht zu verlieren, wenn man Unruhe reinbringt.

00:16:03: Das bringt auch in der Regel nichts, um am Ende

00:16:06: als Mannschaft ein Ziel zu erreichen.

00:16:08: Emotionen gehört zum Fußball, Richtig.

00:16:10: Aber irgendwann muss man auch wieder zurückfinden

00:16:13: zu seiner Leistung und sich am besten auch nicht mit dem Schiedsrichter

00:16:16: beschäftigen.

00:16:17: Ich habe diese Ruhe und Besonnenheit aus der Schiedsrichterin mitgenommen,

00:16:21: in meinem Beruf und tatsächlich auch Entscheidungsfreude.

00:16:25: Das ist ein Eingangsfrage auch gewesen.

00:16:27: Bauchgefühl natürlich.

00:16:30: Ich sehe Situationen im übertragenen Sinn und ich entscheide die auch

00:16:34: direkt.

00:16:36: Und das auch in der Regel gut mit gefahren.

00:16:38: Natürlich hat man dann auch mal was, wo man dann im Nachgang sagt, na ja.

00:16:43: die Rolle ist ja hier und da auch die gleiche.

00:16:45: Das kann man durchaus auch übertragen.

00:16:46: Meine Rolle als Schiedsrichter auf dem Spielfeld war Situation zu sehen,

00:16:49: zu bewerten, innerhalb kürzester Zeit und eine Entscheidung zu treffen.

00:16:52: Das war das,

00:16:53: wofür ich da hingeschickt wurde und was man auch zu Recht von mir

00:16:56: und meinen beiden Assistenten erwarten durfte.

00:16:58: Und das ist heute im Beruf oft ähnlich.

00:17:01: Wenn meine Kolleginnen und Kollegen mich was fragen, bin ich am Ende des Tages

00:17:05: dafür da, mit ihnen die beste Lösung zu finden

00:17:08: und am Ende, wenn es hart auf hart kommt, auch die Entscheidung zu treffen.

00:17:12: Und im Übrigen auch das ist eine Parallelität zum Schiedsrichterbereich.

00:17:15: Ich habe auf dem Spielfeld immer so agiert,

00:17:17: dass ich gesagt habe, jede Form von Kritik kommt direkt zu mir,

00:17:21: auch nicht zum Assistenten, wenn es um eine sentscheidung ging oder so,

00:17:25: die war bei mir.

00:17:26: Und wenn jemand doch zum Assistenten ist, war ich entweder schneller da oder

00:17:30: mindestens zeitgleich.

00:17:31: Und danach ist man dann auch nicht mehr da rausgegangen.

00:17:34: Und so habe ich mir das auch ins Berufsleben übertragen.

00:17:37: Ich sage immer das Lob teilen wir uns bzw das gehört euch.

00:17:41: Kritik kommt immer zu mir.

00:17:43: Auch das habe ich vom Spielfeld so mitgenommen in meinen Beruf.

00:17:48: Ich habe dich übrigens, weil du gesagt hast,

00:17:50: der Spieler Fiedler war nicht immer besonnen.

00:17:52: Ich habe dich als besonnenen Spieler erlebt

00:17:54: und ich mochte das auch gerne bei euch in Enger im Rheinland als Schiedsrichter

00:17:58: zu sein.

00:18:00: Da kommen.

00:18:01: Wenn ich Zeit hätte.

00:18:02: Würde ich es heute auch noch machen.

00:18:04: Ich würde auch noch, wenn ich Zeit hätte, Fußball spielen.

00:18:05: Da sagt das Knie Aber Basti, lass es lieber sein.

00:18:07: Und von daher wäre ich da tatsächlich, glaube ich, doch eher bei der

00:18:11: Jugend aufgehoben.

00:18:12: Da muss ich nicht so viel laufen.

00:18:14: Aber die Szene, also das, was wir jetzt gerade besprochen, Was werde ich uns

00:18:17: als Trainer an uns fünf mal vorspielen, wenn der Podcast rauskommt?

00:18:21: Weil wir hatten jetzt am Wochenende so eine Szene.

00:18:23: Wir haben keine in der Jugend,

00:18:24: noch keine Schiedsrichter, aber wir fünf am Spielfeldrand waren

00:18:27: tatsächlich glaube ich, nicht

00:18:29: so, wie wir sein sollten, um die Kinder, diese Ruhe und diese Distanz zu gehen.

00:18:33: Ich weiß nicht, ob du deinen Jungs beim Fußballspielen manchmal zuguckt.

00:18:35: Also ich finde diese was außerhalb des Spielfeldes bewegt, das sind die Eltern.

00:18:40: Das ist mir früher beim selber aktiv sein gar nicht so wahrgenommen,

00:18:43: dass das so sagen wir mal agil ist, wenn man es ausdrücken will.

00:18:46: Es kann aber auch unter die Gürtellinie gehen.

00:18:48: Und die Trainer untereinander sind tatsächlich auch,

00:18:51: also entweder die Trainerteams an sich oder auch der gegnerische Coach mit

00:18:54: dem anderen Coach.

00:18:55: Also da passiert vieles auf den

00:19:00: Fußballfeldern,

00:19:00: dieser, dieser Welt oder dieser Region, wo man sagen muss,

00:19:03: das spiegelt auch so ein bisschen die gesellschaftlichen Wandel da, oder?

00:19:07: Ja, also insgesamt haben wir hier jedes Wochenende zwischen 60 und 70.000

00:19:11: Fußballspiele bundesweit und natürlich in einer idealen Welt

00:19:15: würde man sich manch anders manches anders wünschen, als es sich darstellt.

00:19:18: Aber es ist, wie du sagst, es ist der Spiegel der Gesellschaft.

00:19:21: Das ist vielleicht auch jetzt die letzten Jahre gar nicht anders geworden,

00:19:26: als es die Jahre zuvor war.

00:19:27: Ich glaube, das hat man immer gehabt, dass sich da auch über den Sport

00:19:31: Emotionen freisetzen und man manchmal auch mit ein bisschen Abstand sagt,

00:19:35: es war nicht so gut.

00:19:36: Was aber in jedem Fall

00:19:37: das Wichtige ist, was man nicht aus den Augen verlieren sollte, ist Erstens

00:19:41: Dieses Fußballspiel funktioniert nur dann, wenn man sich an Regeln hält,

00:19:45: kann man eins zu eins übertragen in den Job und auch gesellschaftliches

00:19:48: Zusammenleben von Menschen ganz generell.

00:19:50: Wenn jeder macht, was er will, funktioniert nicht,

00:19:52: weder auf dem Platz noch.

00:19:54: Und das Zweite ist das Anerkennen auch von Autorität

00:19:57: an der Stelle Autorität des Schiedsrichters.

00:19:59: Egal, ob das der Papa ist oder

00:20:00: die Mama, die zur Pfeife greift, weil niemand anders da ist.

00:20:03: Oder der amtliche Schiedsrichter.

00:20:04: Es ist nun mal jemand da, der sagt, es geht nach links oder nach rechts.

00:20:09: Da kann man immer anderer Meinung sein.

00:20:11: Und trotzdem muss man es akzeptieren.

00:20:13: Übrigens auch im Beruf.

00:20:14: Auch dann, wenn man meint, der Chef oder die Chefin ist jetzt falsch.

00:20:18: Am Ende muss man es akzeptieren und sagen okay, wir laufen jetzt da lang.

00:20:23: Und man muss auch

00:20:23: darauf vertrauen, dass es richtig ist und dass der Schiedsrichter,

00:20:27: der da die Entscheidung trifft, auch die Integrität dieses Spiels schützt,

00:20:33: weil er das Spiel

00:20:34: genauso liebt wie die Spielerinnen und Spieler auf dem Feld.

00:20:37: Da ist mein gutes Stichwort gegeben das Thema Chefs.

00:20:39: Das würde mich auch interessieren.

00:20:41: Habt ihr Chefs?

00:20:43: Wie ist die Zusammenarbeit mit euren Chefs?

00:20:45: Ist es ein einzelner Chef oder ist es ein Gremium?

00:20:48: Also, Und wie empfindet ihr die Zusammenarbeit da?

00:20:51: Ist das bei dir?

00:20:52: Michael Ich Ich habe einen Aufsichtsrat und ein Stiftungsrat

00:20:57: Und da darf ich jetzt übermorgen auch wieder berichten.

00:21:01: Also letztendlich, bei der Propaganda

00:21:06: handelt es sich ja um eine GmbH mit Ihnen nicht rechtsfähiger Stiftungen.

00:21:11: Und deswegen sind diese Gremien natürlich auch da und auch zu Recht,

00:21:16: Da wir ja auch die Gelder von öffentlicher Hand bekommen,

00:21:19: habe ich natürlich dann dementsprechend auch mit Ministerien zu tun,

00:21:23: mit denen ich dann direkt auch Dinge absprechen muss.

00:21:26: Aber ich schätze schon sehr, diese freie Hand als Geschäftsführer,

00:21:32: da auch in Eigenverantwortung

00:21:35: Dinge gestalten zu können, ohne

00:21:39: alles.

00:21:43: Also jedes Detail immer mit jemand absprechen zu müssen.

00:21:46: Und ich glaube, wäre es nicht so gewesen, hätte ich den Job auch nicht angenommen.

00:21:51: Aber die Gewissheit zu haben, dass wenn es eine Frage gibt,

00:21:53: wo du Feedback und Teamorientierung brauchst,

00:21:56: ist das durchaus bei beiden Stiftungsrat und Aufsichtsrat vorhanden.

00:22:00: So ist es jedenfalls. Ich habe bei mir ist es nur der Aufsichtsrat.

00:22:03: Aber das ist ein großes,

00:22:04: dass ich genau weiß, dass er einem die Zügel gibt, dass man arbeiten kann.

00:22:08: Aber wenn ich eine Frage habe, kann ich mich an ihn wenden.

00:22:10: Das ist ja für uns Führungskräfte auch.

00:22:11: Und dass man sozusagen da auch noch weiß, man kann ein Feedback einholen.

00:22:16: Ja, also in dem Fall wäre es tatsächlich mein für mich zuständige Ministerium

00:22:19: für Wissenschaft und Kunst.

00:22:21: Und da haben wir auch super Ansprechpartnerinnen

00:22:24: in dem Fall, mit dem man immer direkt aussprechen kann,

00:22:27: weil es ja immer irgendwas zu klären gibt oder ist immer in dem.

00:22:32: Wir beide kennen es wahrscheinlich

00:22:34: noch mehr als du doch klaren Regularien,

00:22:38: indem man in der deutschen Verwaltung sich auch zurechtfinden muss.

00:22:42: Und da bin ich auch sehr dankbar.

00:22:43: Drum Habt ihr auch klare Regularien oder ist das bei dir endlich.

00:22:47: Fußball.

00:22:49: fußt auf klaren Regularien.

00:22:52: Aber tatsächlich Wir haben auch zwei Organe den Vorstand und das Kuratorium.

00:22:56: Im Kuratorium kann man synonym mit Aufsichtsrat übersetzen, sind

00:23:01: herausragende Persönlichkeiten des Fußballs und des öffentlichen Lebens.

00:23:05: Michael Herberger ist eine Persönlichkeit.

00:23:06: Aus diesem Kreis sind insgesamt in beiden Stiftungen jeweils 25 Personen.

00:23:11: Der DFB Präsident führt das Gremium.

00:23:14: Dazu zählen Persönlichkeiten des Fußballs wie Otto Rehhagel,

00:23:17: dazu zählt aber auch Lars Klingbeil als Vizekanzler.

00:23:20: Dazu zählt Christine Lambrecht, dazu zählt Stephan Windels als KfW Bank Chef.

00:23:24: Und natürlich haben wir da beeindruckende Menschen,

00:23:28: die sich die Zeit nehmen, um mit uns zusammen

00:23:31: Stiftungsarbeit zu denken, zu entwickeln und voranzubringen.

00:23:35: Das habe ich nie als Selbstverständlichkeit begriffen

00:23:37: in all den Jahren, in denen ich das machen darf.

00:23:40: Und ich nehme das auch bis heute nicht als Selbstverständlichkeit.

00:23:43: Ich mache das sehr gerne und bin auch sehr gerne im Austausch

00:23:47: und auch dankbar dafür, an der Stelle Rat zu bekommen.

00:23:51: Und den suche ich auch immer dann, wenn ich es für angezeigt halte.

00:23:54: Im Vorstand wiederum sind wir in einem Kollegialorgan zu dritt.

00:23:58: Meine beiden Vorstandskollegen sind jeweils qua DFB Mandat

00:24:01: Vorstandsmitglieder der Stiftung.

00:24:04: Das heißt, der DFB hat dann Präsidium und in dieses Präsidium

00:24:07: werden verschiedene Menschen gewählt, 18 an der Zahl.

00:24:11: Und dann gibt es ein Ressortprinzip.

00:24:13: Und jeder Vizepräsident oder jede Vizepräsidentin ist zuständig

00:24:17: für einen Fachbereich und der Vizepräsident,

00:24:19: der für Stiftungen zuständig ist.

00:24:21: Der DFB hat insgesamt drei, ist auch gleichzeitig qua Satzung

00:24:25: Vorsitzender des Vorstands der Stiftung,

00:24:28: und der DFB Schatzmeister ist auch der Schatzmeister der Stiftung.

00:24:32: Und darüber ist einerseits sichergestellt,

00:24:35: dass die Ausrichtung der Stiftungen

00:24:38: auch in der sportpolitischen Linie des DFB insgesamt passend ist.

00:24:44: Und andererseits sind es natürlich auch wiederum beeindruckende Persönlichkeiten,

00:24:49: mit denen wir zusammenarbeiten dürfen, auch als Hauptamtliche steam.

00:24:52: Und da auch an der Stelle einfach auf ein noch größeres Maß

00:24:57: an Lebenserfahrung bauen dürfen und anknüpfen dürfen.

00:25:02: Unser Vorsitzender ist unlängst 70 Jahre alt geworden.

00:25:05: Der war in seinem Beruf Vorsitzender.

00:25:06: Richter an einem Oberlandesgericht, führt

00:25:08: als Präsident einen der größten DFB Landesverbände.

00:25:11: Und natürlich ist da noch mal eine andere Lebenserfahrung

00:25:15: da, um Dinge zu bewerten und zu beurteilen

00:25:18: als die bei uns ist in dem Lebensalter, in dem wir uns befinden.

00:25:22: Und das Miteinander schätze ich sehr.

00:25:24: Und ich bin auch sehr dankbar für das Vertrauen, das wir haben

00:25:27: in unsere Arbeit und unsere Leistungsfähigkeit, weil wir

00:25:31: auch sehr viel Gestaltungsspielraum haben.

00:25:33: Wie oft trifft man sich denn da und trifft man sich in Präsenz,

00:25:37: so wie wir jetzt?

00:25:38: Oder ist es eher das Teams Meeting und das Online Meeting?

00:25:42: Und was würdest du, wenn du es dir aussuchen könntest, präferieren?

00:25:46: Also, wenn ich es präferieren könnte,

00:25:50: wären es Präsenz,

00:25:52: Sitzung Und da ich es präferieren kann und darf, sind es auch Präsenz.

00:25:55: Sitzungen.

00:25:56: Tatsächlich?

00:25:58: Wir treffen uns viermal im Jahr.

00:25:59: Wir kombinieren das dann mit den Vorstandssitzungen beider Stiftungen.

00:26:02: Das heißt, erst die eine Pause, dann die anderen und

00:26:07: im Takt Frühjahr, Sommer, Herbst

00:26:09: und Winter wenig überraschend nach den Jahreszeiten orientiert.

00:26:13: Dazwischen sind wir viel in Kontakt, nahezu täglich über WhatsApp,

00:26:17: Email, gegebenenfalls auch Telefon und Videokonferenzen.

00:26:20: Aber mir ist wichtig,

00:26:22: dass wir auch in einem persönlichen Format regelmäßig zusammenkommen,

00:26:26: um uns tatsächlich auch Zeit zu nehmen für die Themen und die Themen auch

00:26:31: ausführlich miteinander zu besprechen und gegebenenfalls auch zu diskutieren,

00:26:35: um die Themen auch voranzubringen und sie auch weiterzuentwickeln.

00:26:39: Und meine Erfahrung ist, dass das persönlich noch viel besser

00:26:42: funktioniert als unter Zuhilfenahme digitaler Hilfsmittel.

00:26:47: Also bei Strategie Themen bin ich auch eher der Typ, der Präsenz präferiert.

00:26:50: Es gibt so Routinethemen, wo das online schon auch hilft.

00:26:54: Aber so Menschlichkeit, finde ich, geht auch dann auch.

00:26:57: Die Zwischentöne gehen irgendwie verloren und die nimmt man persönlich eher wahr.

00:27:01: Wie ist es bei euch in der Popakademie?

00:27:03: Mehr Präsenz oder mehr digital?

00:27:05: Das ist unterschiedlich.

00:27:08: Also ich glaube, das geht uns ja allen ähnlich.

00:27:10: Wir haben es während Corona gemerkt, dass zwar alles ganz nett ist,

00:27:14: dass man diese digitale Möglichkeit hat und das zum Teil natürlich auch

00:27:18: dazu führt, dass man so mal schnell, was früher oft der Fall war,

00:27:22: zumindest bei mir nach Berlin oder sonst wo

00:27:24: zu einem Meeting hin und wieder zurück, was ja eigentlich Quatsch ist.

00:27:28: Dass es das nicht mehr gibt, finde ich gut, aber.

00:27:32: Ich glaube, dass wir als Menschen so gemacht sind,

00:27:36: dass wir schon den anderen spüren wollen

00:27:39: und müssen, um einfach nur

00:27:44: durch das gesprochene Wort oder nur die Gestik.

00:27:46: Da gehört einfach auch mehr dazu.

00:27:47: Wir haben es

00:27:48: vorhin auch mit Intuition gehabt und ich glaube, das ist total wichtig.

00:27:53: Vor allem dann, wenn man wirklich belastbare Entscheidungen treffen will

00:27:57: am Ende, dass man Personen auch spürt und dazu gehört einfach auch anwesend zu sein

00:28:01: und miteinander, gerade wenn es um Diskussionen geht auch

00:28:05: und um Themen ringen muss einfach mal die die Vibes zu spüren.

00:28:09: Und das ist, glaube ich, nicht möglich.

00:28:11: Das ist ja auch so ein Thema.

00:28:13: Wir haben darüber gesprochen.

00:28:15: Leadership hat ja auch was mit Authentizität zu tun.

00:28:18: Und ich glaube, Authentizität kriegt man in einem persönlichen Meeting

00:28:21: doch ganz anders auf das Team über, also entgegengebracht,

00:28:26: als wenn du nur vor diesem Kasten sitzt und da dich miteinander austauscht.

00:28:31: Oder soll auch helfen, Missverständnisse zu vermeiden?

00:28:34: Sehr viel.

00:28:35: Und geht es euch auch so, dass die Generation, die junge Generation,

00:28:38: also wir haben ja viele Azubis und BA Studenten Telefon

00:28:42: ist so was, was die so gar nicht mehr wollen.

00:28:46: Wenn ich den sagt, warum rufst du denn jetzt nicht mal

00:28:48: an, anstatt eine Email zu schreiben, dass die sich immer so schwer.

00:28:52: Ich sehe es bei meinen Jungs daheim auch,

00:28:53: wenn es darum geht, mit Oma und Opa zu telefonieren,

00:28:55: dann würden die glaube ich

00:28:56: eher die WhatsApp Sprachnachricht wählen oder aber auch vielleicht mal Facetime.

00:29:00: Aber so das klassische Telefonieren ist irgendwie auch im Berufsalltag

00:29:05: irgendwo weggegangen und ich finde, dass da verliert.

00:29:08: Da kommen so viele Missverständnisse an, wenn man immer hin und her dieses Email

00:29:12: Pingpong lieber gehen, zum Kollegen und miteinander sprechen.

00:29:17: Auf jeden. Fall. unbedingt Ja.

00:29:20: Michelle.

00:29:21: Du bist ja jemand, der auch ganz offen über deinen Glauben

00:29:25: und über deine Rolle zum Christentum spricht.

00:29:29: Ist das auch was, was im Hinblick auf deine Einstellung Leadership

00:29:34: irgendwie auch im Berufsalltag sich widerspiegelt?

00:29:36: Oder ist es rein privat?

00:29:40: Also ich glaube,

00:29:43: ein Freund von mir hat mal gesagt ein halber Christ ist ein ganzer Unsinn.

00:29:47: Also entweder man ist Christ oder man ist es nicht.

00:29:49: Und es ist natürlich.

00:29:51: Da geht es ja nicht nur um christliche Werte,

00:29:54: sondern das ist ja auch eine eine holistische Angelegenheit.

00:29:58: Insofern man kann nicht den privaten, also den den Glaubenden Michael

00:30:03: im Privaten von den säkularen Michael im Beruf trennen.

00:30:07: Also was ich natürlich nicht mache, ist, dass ich im beruflichen Kontext anfange,

00:30:14: außer man spricht mich darauf an, mit meinem Glauben irgendwie

00:30:19: nach außen zu treten.

00:30:20: Das gehört da nicht hin.

00:30:22: Aber da mein Glaube mich ausmacht und im besten Fall

00:30:27: immer und 24 Stunden am Tag, ist es selbstverständlich.

00:30:31: Was, Weil es zu mir als Person grundlegend dazugehört.

00:30:35: Was natürlich dann auch im Wirken, im gesamten beruflichen Kontext

00:30:39: dann logischerweise eine riesige Rolle spielt. Ja.

00:30:42: Also das heißt, dass du da aus dieser Stärke, die du aus dem Glauben

00:30:46: auch aus nimmst, auch tatsächlich dann vielleicht auch

00:30:49: gewisse Situationen vielleicht entspannter und Stress also.

00:30:53: Hoffe es vielleicht nicht so gut wie der Tobias als Schiedsrichter,

00:30:56: aber ich ich bin, ich bin gut.

00:30:59: Jetzt bin ich, glaube ich, kein allzu aufgeregter Typ.

00:31:02: So oder so nicht.

00:31:03: Also das ist glaube ich nicht mein Problem, aber

00:31:07: wo es mir zum Beispiel sehr hilft ist.

00:31:12: Jetzt würde ich ich habe ja schon Einstein zitiert

00:31:15: zwischen dem Markt Zitieren, den man zuschreibt, dass er mal gesagt hat,

00:31:19: Ich hatte mal, ich hatte in meinem Leben

00:31:21: ganz viele Probleme, Die meisten davon sind nie eingetroffen.

00:31:25: Und das finde ich gerade

00:31:29: wenn man führt, also wenn man,

00:31:32: wenn man Verantwortung trägt für ein Team, für eine Organisation,

00:31:36: also so kommt es mir zumindest vor, euch wird es ähnlich sein.

00:31:41: Ist man eigentlich entweder viel mit Personen beschäftigt

00:31:46: oder mit Problemen und meistens fällt dann beides zusammen

00:31:50: und man ist ja sehr viel damit beschäftigt, eben Probleme auch zu lösen

00:31:53: oder Entscheidungen zu treffen.

00:31:55: Und das hilft mir schon sehr, da auch eine Ruhe zu finden

00:31:59: und nicht allzu viel zu hirnen.

00:32:01: Das ist eher mein Problem.

00:32:02: Also unbesonnen bin ich glaube ich nicht, aber ich bin schon jemand, der sich dann

00:32:06: viel zu viele Gedanken macht und dann auch gerne mal so in ein Rabbit

00:32:11: Hole verschwindet, weil man dreht sich dann alles nur noch um das eine Problem.

00:32:16: Und das hilft mir schon sehr, dass in so einer Transzendenz

00:32:20: mit meinen Glauben und meinem Gott auch dann abzugeben

00:32:25: und da auch Ruhe zu finden und als ganze Wochenende dann hin zu müssen.

00:32:29: Also das kann noch besser werden, Aber

00:32:32: das ist, glaube ich, so

00:32:34: ein ganz wesentlicher Punkt, wo man Glaube sehr, sehr, sehr viel hilft.

00:32:37: Hilft dir der dann auch, weil du sagst, du bist ja eigentlich.

00:32:39: Das stimmt, das könnte ich bestätigen, ein sehr besonnener Typ.

00:32:42: Gibt es denn Situationen, wo du aufgeregt bist

00:32:45: oder warst in der Vergangenheit?

00:32:46: Und ist das, wenn mehr sozusagen vor einem Auftritt als Musiker oder

00:32:50: jetzt eher, wenn du vor dem Gremium, auf der Galerie,

00:32:54: beim Aufsichtsrat oder beim Stiftungsrat präsentieren muss?

00:32:58: Also da aufgeregt

00:33:01: bin ich in den Fällen

00:33:03: immer, jetzt aber nicht besonders

00:33:06: und es korreliert sowohl

00:33:10: bei einem Bericht von vor den Gremien oder

00:33:13: wenn ich eine Keynote halten muss oder eine Vorlesung oder auf der Bühne

00:33:17: bin, eigentlich immer mit meiner, mit meiner Vorbereitung,

00:33:20: als ich besser vorbereitet bin, desto weniger aufgeregt.

00:33:24: Und deswegen versuche ich schon sehr akribisch, aber nicht besessen,

00:33:28: mich jedes Mal so gut vorzubereiten, dass es dann eigentlich auch

00:33:32: keinen Grund mehr gibt, aufgeregt zu sein. Und dann geht es auch.

00:33:35: Okay, bin ich genau andersrum, Desto mehr ich mich vorbereite

00:33:38: vor eine Aufsichtsratssitzung oder eine Moderation zum Beispiel,

00:33:43: dann verhaspelte ich mich in dem, weil ich immer daran denke Was hast du dir

00:33:47: noch mal für Bausteine zusammengelegt und vergisst du nicht was?

00:33:51: Ich bereite mich schon vor, aber so, dass ich weiß, worum es geht.

00:33:54: Und wenn ich mich aber zu sehr an Skript halten würde,

00:33:56: dann wäre ich wirklich teilweise verloren, weil ich denke,

00:34:00: jetzt hast du den Satz noch nicht gesagt, ich musste den noch mal bringen.

00:34:02: Also da bin ich anders und da wäre ich aufgeregter,

00:34:04: wenn ich eher was zum Arbeiten Aber das schließt sich jetzt nicht aus.

00:34:08: Also es kommt darauf an, wie man vorträgt.

00:34:10: Ich würde das so wie ich es verstanden habe, bei dir ähnlich machen,

00:34:15: aber in meinem Kopf muss alles schon mal, also der muss funktionieren und ich muss

00:34:23: zumindest mal meinen Fall alles schon durchdacht haben.

00:34:25: Also zumindest mal das, was an möglichen Fragen kommen könnte.

00:34:29: Und ich muss das Thema oder die Themen durchdrungen haben,

00:34:33: sodass ich mich da auch sicher fühle.

00:34:35: Und wenn ich das habe, dann muss ich mir auch kein Skript halten, weil

00:34:39: dann kann ich einfach vortragen und wenn jemand was ragt,

00:34:42: dann habe ich in den meisten Fällen auch eine Antwort.

00:34:45: Bei dir auch, Tobias, wie es bei dir ganz ähnlich.

00:34:49: Also ich habe als Schiedsrichter tatsächlich.

00:34:51: Auch an dieser Stelle für. Mich.

00:34:53: Dinge entwickelt, die ich übertragen habe.

00:34:55: Ich habe mich nach dem Motto Wenn du gut vorbereitet bist,

00:34:59: kann ich auch nichts überraschen

00:35:00: habe ich mich immer sehr akribisch auf jedes Spiel vorbereitet.

00:35:04: Aber Wie ist die Tabellensituation?

00:35:06: Welche Spiele sind da mit dabei?

00:35:09: Welche Charaktere sind das?

00:35:12: Was kann

00:35:13: auch im Spiel auf einen zukommen in unterschiedlichen Situationen,

00:35:16: die man so ein entscheidender hat,

00:35:18: sei es im Foulspiel oder in Rudelbildungen und solchen Sachen.

00:35:21: Und so bin ich immer in ein Spiel gegangen

00:35:24: und war von den Abläufen, die ich in meinem Kopf zurechtgelegt habe,

00:35:28: komplett vorbereiteten.

00:35:29: Ob es dann so eingetreten ist oder nicht, sagen wir mal hingestellt.

00:35:32: Aber ich war jedenfalls vorbereitet und das habe ich mir bis heute bewahrt.

00:35:35: Das heißt, wenn ich in Termine gehe, habe ich eine gewisse Vorstellung

00:35:40: vom Ablauf dieses Termins, vom Beginn bis zum Ende.

00:35:45: Ich arbeite stark mit Bildern im Kopf. Okay.

00:35:47: Also Bilder ist auch was, was mir da immer weiterhelfen.

00:35:50: Und wenn du, du bist ja auch jetzt am nächsten von uns dran.

00:35:53: Bereiten sich die Profi Schiedsrichter auch so vorgehen die sich vorher

00:35:57: an das Spiel Bayern gegen Dortmund?

00:35:59: Achtung da da ist.

00:36:01: Damals noch kein im Tor, da musst du immer aufpassen.

00:36:03: Emotionen

00:36:03: also die gucken sich schon die Charaktere an, um sich dann genau darauf

00:36:07: vorzubereiten, was sie in den 90 Minuten plus chs erwartet.

00:36:10: Absolut.

00:36:12: Was wäre auch

00:36:12: noch Appell, wenn man jetzt mal so wird, was aus dir geworden ist?

00:36:15: Also vielleicht ist es auch ein Appell Fehlen noch Schiedsrichter

00:36:17: in Deutschland?

00:36:18: Vielleicht sollten mehr

00:36:19: Leute mutig sein, Schiedsrichter zu sein, damit man einfach auch da.

00:36:22: Man lernt ja nicht nur was

00:36:24: für die 90 Minuten und für den Sport, sondern vielleicht auch was fürs Leben.

00:36:28: Ja, also das ist so, allerdings ist das jetzt auch nicht

00:36:32: ein Monopol für Schiedsrichterwesen und das ist auch etwas,

00:36:35: wenn ich über Einstellungen zu entscheiden habe im Bewerbungsverfahren.

00:36:39: Wir kriegen wenig überraschend vielleicht immer sehr viele Bewerbungen

00:36:43: und ich achte dann tatsächlich auch genau darauf,

00:36:47: mitunter am stärksten darauf Was hat eigentlich der Bewerber

00:36:51: oder die Bewerberin auch außerhalb das der Schule, des Hörsaals

00:36:56: und auch des vorherigen Berufslebens noch so gemacht?

00:36:59: Also verraten?

00:37:01: Geheimnis Als Trainer hättest du gute Karten, weil ich genau das suche,

00:37:05: dieses mehr um die eigenen Möglichkeiten

00:37:08: auch für etwas Gutes einzusetzen und andererseits

00:37:12: auch außerhalb von guter akademischer Bildung auch persönlich

00:37:16: Erfahrungswerte mitzunehmen,

00:37:17: um darüber zu reifen und die Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

00:37:21: Persönlich für mich war es die Schiedsrichterei,

00:37:23: aber es ist tatsächlich nicht das einzige, wo man das machen kann.

00:37:26: Ich finde es zum Beispiel auch super gut, wenn Schülerinnen und Schüler sagen

00:37:29: ich habe Bock, Klassensprecher zu sein oder Schülersprecher.

00:37:31: Oder ich engagiere mich in der Kirche oder

00:37:34: in der Politik oder in anderen Bereichen, die unsere Gesellschaft ausmachen.

00:37:38: Bei mir war es tatsächlich

00:37:39: das Schülersprecher da sein und Jugend Freizeiten organisieren.

00:37:42: Da habe ich auch vieles gelernt,

00:37:45: auch Spaß haben und

00:37:47: die Abende zu genießen,

00:37:48: aber auch Verantwortung zu übernehmen als 16 17-jähriger für noch kleinere

00:37:52: und zu gucken, dass da neben der Sorge daheim,

00:37:55: wenn die die Mama oder Papa vermisst haben oder aber auch gemeint haben,

00:37:59: sie müssten vielleicht dann doch schon mal den Alkohol auszuprobieren und dann zu

00:38:02: gucken, wie sie dann morgens dann wieder fit wieder mit dabei sind.

00:38:06: Ich glaube, solche Sachen

00:38:08: prägen einen dann auch fürs Leben, wenn man sich sozusagen auch

00:38:10: gemeinschaftlich engagiert.

00:38:12: Und das, was wir jetzt ja gerade

00:38:16: bei Michael zum Thema Glauben besprochen haben Du bist ja auch jemand,

00:38:19: der sich sehr stark in dem Thema Palliativ und Prävention engagiert

00:38:23: und das jetzt neben der Stiftungsarbeit deinem Beruf hinaus.

00:38:28: Ist das auch was, wo du sagst, dass ich gebe da der Gesellschaft was zurück? Was?

00:38:33: Warum hast du dich bewusst diesem Thema so angetan?

00:38:37: Ja, also zunächst habe ich auch in unserer Familie immer Ehrenamt erlebt.

00:38:42: So, und das hat mich von frühester Kindheit auch an geprägt.

00:38:45: Unter anderem durch meinen Großvater, der sehr viele Ehrenamtler hatte.

00:38:49: Und als mein Vater gestorben ist vor sieben Jahren, habe ich

00:38:52: durch die Umstände, die es damals auch gab, gesehen.

00:38:54: Es gibt Menschen, die sich ohne große

00:38:59: Aufmerksamkeit im Beruf, aber auch im Ehrenamt,

00:39:02: im Hospiz lichen und der palliativen Versorgung engagieren.

00:39:07: Das fand ich sehr bemerkenswert, auch und vor allen Dingen deshalb, weil wir da

00:39:10: mit einem besonderen Leidensweg ankamen und dann auch angenommen wurden

00:39:14: als Menschen mit all der Not, die dahinter stand

00:39:16: und auch als Menschen wieder was gezählt haben.

00:39:18: Und ich habe gesagt, da würde ich gerne was zurückgeben

00:39:20: und habe dann die Möglichkeit bekommen, es auf diese Weise zu tun.

00:39:24: Und das mache ich sehr gerne und schätzt da auch jede Begegnung,

00:39:28: die ich in dem Kontext des Fördervereins Hospiz und Palliativ

00:39:31: mit den Menschen dort habe.

00:39:33: Sehr spannend und auch sehr lobenswert, dass es das tatsächlich gibt.

00:39:37: Ich glaube, wir drei,

00:39:38: wir könnten an dieser Bar, an diesem Tresen noch sehr lange stehen

00:39:42: und miteinander sprechen.

00:39:43: Aber wir sind schon so in Richtung Endspurt tatsächlich unterwegs.

00:39:47: Nachspielzeit, Nachspielzeit Genau, die kann.

00:39:50: Lange genau.

00:39:51: Wir können jetzt entweder den Satan das machen,

00:39:52: den gab es aber glaube ich, nur einmal mit Oliver Bierhoff.

00:39:54: Und das war ganz erfolgreich.

00:39:56: Also zweimal gab es.

00:39:58: Es gab zwei Golden Goals.

00:39:59: Und das war das. Zweite von ihm oder nicht?

00:40:01: Nein, das ist richtig.

00:40:03: Es gab bei den Männern ein Golden Goal und es gab einen Golden Goal bei den Frauen.

00:40:07: Das hat mir Künstler geschossen.

00:40:09: Auch für Deutschland. Deutschland.

00:40:11: Also beide Male Monopol Deutschland.

00:40:13: der Frauen in den USA.

00:40:16: Dann sollte man doch vielleicht bei der FIFA noch mal nachfragen,

00:40:18: ob das nicht möglich wäre, wieder einzuführen.

00:40:20: Regeländerungen gehen da ja gerade aktuell ganz, ganz gut

00:40:23: und vielleicht hilft das dem Kloppo ja, wenn er jetzt die

00:40:27: die nächsten Schritte einleitet.

00:40:28: Ich habe das Thema bewusst ausgespart.

00:40:30: Oder sollen wir noch ein Wort zur deutschen Nationalmannschaft verlieren?

00:40:32: Was denkt ihr?

00:40:35: Tobias?

00:40:35: Jetzt musst du ran.

00:40:36: Genau.

00:40:37: Was?

00:40:40: Gar nicht so viel.

00:40:41: Aber ich finde, was man da auch sehen kann, ist,

00:40:45: dass man zu jeder Zeit, vielleicht auch gerade

00:40:48: Misserfolg, so Grundwerte nicht vergessen sollte.

00:40:52: Wie wollen wir eigentlich miteinander umgehen?

00:40:54: Und ich weiß nicht, auch als Medienkonsumenten,

00:40:57: ob so alles in den letzten Tagen und Wochen im Umgang angemessen war.

00:41:03: Das würde ich als Schlusswort generell auch abseits vom Fußball definitiv

00:41:06: so stehen lassen.

00:41:08: Genau.

00:41:09: Und sozusagen unsere Abschlussfrage ist wieder eine,

00:41:13: die so ein bisschen mehr in Michaels Berufsalltag auch mit einsteigt.

00:41:17: Die Frage, die ich an euch habe Ihr habt die Möglichkeit, einmal

00:41:23: im Rosengarten auf der Mozartsalbühne einen Künstler

00:41:26: zu, ja, sagen wir mal zu erleben.

00:41:29: Wer wäre da euer Wunsch?

00:41:31: Und da glaube ich,

00:41:32: da bräuchte ich noch was, wo ihr das notieren könnt, was hinter mir liegt.

00:41:36: Das habe ich gar nicht gesehen.

00:41:37: Von daher haben wir eine

00:41:39: Wunschkonzert Karte vorbereitet

00:41:40: und jeder von euch darf da einen Künstler draufschreiben

00:41:43: und mal schauen ob es der Con gelingt das auch umzusetzen.

00:41:49: Also ich kann verraten,

00:41:51: der Harry Kreis der schon bei mir war, hat eine Band genannt,

00:41:55: die ich durchaus auch toll finden würde, aber da reicht weder Geld noch Platz. Hm.

00:42:02: Kannst du selber drauf schreiben?

00:42:03: Nein, aber ich mache es mir einfach.

00:42:05: Ich sag die Söhne Mannheims.

00:42:07: Ich habe gewusst, irgendwas hinterlassen.

00:42:09: Du musst schon, du musst es schon drauf schreiben.

00:42:11: Direktor und Keyboarder.

00:42:12: Das wäre doch super.

00:42:14: Comeback. ne?

00:42:21: Du solltest dann die Besetzung vielleicht noch anschauen, welche.

00:42:25: Comeback Tour

00:42:28: von und mit.

00:42:37: Es ist immer noch kein Mann eingefallen.

00:42:38: Das ganze einfach schreiben finde ich auch gut.

00:42:46: Jetzt sind wir mal gespannt,

00:42:46: ob wir beide den überhaupt kennen.

00:42:50: Gut, gut, okay, okay.

00:42:53: Also, es.

00:42:54: Ist gebucht. Ja.

00:42:57: Seht ihr also das Comeback von Michael Herberger

00:43:00: an den Tasten bei den Söhnen

00:43:03: Mannheims ohne den Leadsänger ist gebucht.

00:43:06: Das kann man ja auflassen.

00:43:08: Das kann man. Offen lassen.

00:43:09: Wir ja nicht entscheiden. Ja,

00:43:12: vielen lieben Dank, ihr beiden.

00:43:13: Das war die zweite Ausgabe von Bastis Leadership Launch.

00:43:17: Ich freue mich, wenn ihr uns treu bleibt.

00:43:19: Und vielen Dank fürs Zusehen.

00:43:23: Das war Bastis Leadership Lounge.

00:43:25: Danke für eure Aufmerksamkeit und bis zur nächsten Folge im Rosengarten.

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